Die 5 schönsten Wanderwege am Feldberg
Fünf Wanderwege am Feldberg: Der Feldbergsteig ist mit rund 12 Kilometern der Premium-Rundweg, der barrierefreie Gipfelrundweg führt mit der Feldbergbahn in 5,78 Kilometern zum Gipfel, der Felsenweg ist eine rund 6,5 Kilometer lange Runde hoch über dem Feldsee, der Wasserfallsteig läuft 12,4 Kilometer vom Feldbergpass am Todtnauer Wasserfall vorbei nach Todtnauberg, und der Feldsee ist nur zu Fuß erreichbar.
Auf einen Blick
- Feldbergsteig
- rund 12 km Rundweg, 4,5–5 h, 500–570 Höhenmeter
- Gipfelrundweg
- 5,78 km, 2,5 h, barrierefrei mit Feldbergbahn
- Felsenweg
- ca. 6,5 km, ca. 2 h, Trittsicherheit nötig
- Wasserfallsteig
- 12,4 km Streckenweg, Rückfahrt mit dem Bus
- Start
- Haus der Natur, Parken im Parkhaus Feldberg
Wandern am Feldberg — wo der Schwarzwald am höchsten ist
Mit 1.493 Metern ist der Feldberg der höchste Gipfel des Schwarzwalds und eines der beliebtesten Wanderziele in Süddeutschland. Hier treffen subalpine Landschaften auf dichte Tannenwälder, mystische Karseen auf weite Panoramablicke bis zu den Alpen. Ob gemütliche Familienrunde oder sportliche Tagestour — rund um den Feldberg findet jeder den passenden Weg.
Wir stellen die fünf schönsten Wanderungen vor, mit allen wichtigen Infos zu Länge, Schwierigkeit und Highlights unterwegs.
Die Wanderwege am Feldberg im Überblick
Alle Zahlen stammen von hochschwarzwald.de (Hochschwarzwald Tourismus GmbH) und vom Naturschutzzentrum Südschwarzwald, Stand Oktober 2026; wo sich beide Quellen unterscheiden, nennen wir die Spanne.
| Route | Länge | Dauer | Höhenmeter | Schwierigkeit | Start |
|---|---|---|---|---|---|
| Feldbergsteig (Premium-Rundweg) | rund 12 km | 4,5–5 h | 500–570 m | mittelschwer bis schwer | Haus der Natur, Feldberg-Ort |
| Zum Feldsee (Seesträßle ab Caritas-Haus) | 2,68 km einfach, nur zu Fuß | ca. 1,5 h | 130 m bergab | mittel | Caritas-Haus an der B317 oder Talstation Feldbergbahn |
| Barrierefreier Gipfelrundweg | 5,78 km | 2,5 h | 81 m (mit Feldbergbahn) | leicht | Talstation Feldbergbahn am Seebuck |
| Wasserfallsteig (Streckenweg) | 12,4 km | 4 h | 411 m bergauf / 623 m bergab | mittel | Feldbergpass, gegenüber Hebelhof |
| Felsenweg-Wanderung | ca. 6,5 km | ca. 2 h | — | mittelschwer | Haus der Natur |
Parken: Für die meisten Touren ist das Parkhaus Feldberg (Dr. Pilet-Spur 2, 1.200 Stellplätze) der zentrale Ausgangspunkt — das Haus der Natur verweist Besucher ausdrücklich dorthin, eigene kostenlose Stellplätze hat es nicht. Welche Parkplätze für den Feldsee in Frage kommen, steht in unserem Parkguide für den Feldberg.
1. Feldbergsteig — der Premium-Rundweg durch das Naturschutzgebiet
Länge: rund 12 km | Dauer: 4,5–5 Stunden | Höhenmeter: 500–570 m | Schwierigkeit: mittelschwer bis schwer
Der Feldbergsteig ist ein zertifizierter Premiumweg und startet in Feldberg-Ort hinter dem Haus der Natur. Die Runde führt über das Bismarck-Denkmal und den Feldbergturm auf den Seebuck (1.448 m), über den Grüblesattel auf den Feldberggipfel (1.493 m) und an der St. Wilhelmer Hütte vorbei hinab ins Zastler Loch, ein eiszeitliches Kar. Über die Baldenweger Weide und den Rinkenwald erreicht man den Feldsee; der Schluss ist ein kurzer, steiler Anstieg durch den Bannwald Feldseewald zurück zum Ausgangspunkt.
Die Highlights auf einen Blick:
- Zastler Loch: ein eiszeitliches Kar, das der Steig durchquert
- Feldsee: fast kreisrunder Karsee auf 1.108 Metern, rund 360 Meter breit und bis zu 30 Meter tief — Baden ist verboten
- Naturschutzgebiet Feldberg: seit 1937 das älteste und mit 42 km² das größte Naturschutzgebiet Baden-Württembergs, mit seltenen Pflanzen wie der Alpen-Soldanelle
- Hütten: St. Wilhelmer Hütte, Zastler Hütte, Naturfreundehaus, Baldenweger Hütte und Raimartihof liegen an der Runde, die Ruhetage sind unterschiedlich — vorher prüfen
Nicht für Kinderwagen geeignet, Hunde an die Leine, keine Gebühr — und wer die Zeit hat, nimmt sich für die Aussichtspunkte mehr davon als geplant.
2. Zum Feldsee — der Karsee, den man nur zu Fuß erreicht
Länge: je nach Startpunkt (Seesträßle ab Caritas-Haus 2,68 km einfach) | Dauer: ca. 1,5 Stunden ab Caritas-Haus | Schwierigkeit: mittel
Der Feldsee ist ein fast kreisrunder Karsee auf 1.108 Metern, rund 360 Meter breit und bis zu 30 Meter tief, eingebettet in steile Karwände. Eine Straße führt nicht hin: Laut Hochschwarzwald Tourismus ist der See nur zu Fuß erreichbar, empfohlene Startpunkte sind die Talstation der Feldbergbahn und die Bushaltestelle Feldberg-Caritas. Die offiziell gelistete Route vom Caritas-Haus über das Seesträßle zum Raimartihof ist 2,68 Kilometer lang, dauert rund 1,5 Stunden mit 130 Metern Abstieg und wird als mittel eingestuft — der Rückweg geht entsprechend bergauf.
Am See gilt: Baden ist im Naturschutzgebiet verboten, auch für Hunde, und die markierten Wege dürfen nicht verlassen werden. Der Raimartihof, ein Gasthaus unweit des Sees am Westweg, ist die Einkehr. Wo Sie dafür parken, steht in unserem Parkguide für den Feldberg.
3. Barrierefreier Feldberg-Gipfelrundweg — mit der Feldbergbahn zum Gipfel
Länge: 5,78 km | Dauer: 2,5 Stunden | Höhenmeter: 81 m bergauf, 253 m bergab | Schwierigkeit: leicht
Der barrierefreie Gipfelrundweg ist die leichteste der fünf Touren und die einzige in dieser Liste, die als barrierefrei ausgewiesen ist. Die Feldbergbahn mit ihren barrierefreien 8er-Kabinen übernimmt den ersten Aufstieg bis zur Bergstation am Seebuck neben dem Bismarck-Denkmal. Von dort führt der asphaltierte Franz-Klarmeyer-Weg (1,8 km) zum Feldberggipfel; zurück geht es über den Westweg am Feldbergturm vorbei. Der Untergrund besteht zu etwa 23 Prozent aus Asphalt und 77 Prozent aus feinem Schotter, der Weg ist kinderwagentauglich.
Der Feldbergturm hat einen Aufzug zur Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe im 11. Stock; bei klarer Sicht reicht der Blick laut Hochschwarzwald Tourismus von Eiger, Mönch und Jungfrau über die Zugspitze bis zum Mont-Blanc-Massiv und zu den Vogesen. WCs gibt es am Parkhaus Feldberg, am Haus der Natur und an der Talstation der Feldbergbahn. Die aktuellen Fahrpreise der Feldbergbahn nennt der Betreiber.
4. Wasserfallsteig — vom Feldbergpass zum Todtnauer Wasserfall
Länge: 12,4 km (Streckenwanderung) | Dauer: 4 Stunden | Höhenmeter: 411 m bergauf, 623 m bergab | Schwierigkeit: mittel
Der Wasserfallsteig ist der zweite Premiumweg am Feldberg und keine Runde: Er startet am Feldbergpass gegenüber dem Hebelhof und endet in Todtnauberg. Unterwegs passiert er drei Wasserfälle, darunter den Fahler Wasserfall (50 m) und den Todtnauer Wasserfall, der mit 97 Metern Fallhöhe in zwei Stufen über Granit stürzt — Baden-Württembergs höchster Naturwasserfall —, sowie die Wolfsschlucht. Kinder sind willkommen, wenn sie trittsicher sind; für Kinderwagen ist der Steig nicht geeignet. Nur der Zugang zum Todtnauer Wasserfall von Aftersteg (Wasserfallportal) ist barrierefrei.
Rückweg: Laut Hochschwarzwald Tourismus fahren Sie von Todtnauberg mit dem Bus nach Todtnau und von dort zurück zum Feldbergpass; die Linie 7300 verbindet Titisee, Feldberg und Todtnau ganzjährig. Den aktuellen Fahrplan prüfen Sie vor der Tour. Parken am Start: öffentlicher Parkplatz beim Caritas-Haus an der B317.
5. Felsenweg-Wanderung — der alpin anmutende Steig über dem Feldsee
Länge: ca. 6,5 km | Dauer: ca. 2 Stunden | Schwierigkeit: mittelschwer
Die Felsenweg-Wanderung beschreibt das Naturschutzzentrum Südschwarzwald als Runde ab dem Haus der Natur: hinauf zum Bismarck-Denkmal auf dem Seebuck (1.448 m) — wer mag, nimmt dafür die Feldbergbahn —, weiter zum Wegweiser Grüble und über den Emil-Thoma-Weg auf einem Bohlensteg durch die Hochweiden, vorbei am ehemaligen Quellgebiet der Ur-Donau. Durch den Feldseewald erreicht man den Wegweiser Felsenweg; der eigentliche Felsenweg ist ein wildromantischer, schon alpin anmutender Steig mit Blick hinunter auf Feldsee und Raimartihof, bevor es zurück zum Haus der Natur geht.
Feste Schuhe und Trittsicherheit sind nötig, eine Einkehrmöglichkeit gibt es unterwegs nicht, und barrierefrei ist der Weg nicht. Mit etwas Glück zeigt sich im Bannwald der Dreizehenspecht.
Tipps für die Wanderung am Feldberg
Beste Jahreszeit
Die Wandersaison am Feldberg läuft von Mai bis Oktober. Juni und September bieten die besten Bedingungen: angenehme Temperaturen, weniger Betrieb als in den Sommerferien und stabile Wetterverhältnisse. Im Hochsommer kann es auf den exponierten Gipfelwegen überraschend warm werden — ausreichend Wasser mitnehmen.
Ausrüstung
Feste Wanderschuhe sind Pflicht, auch auf den leichteren Wegen. Das Wetter am Feldberg kann schnell umschlagen — eine Regenjacke und eine wärmere Schicht gehören immer in den Rucksack. Für den Feldbergsteig und den Wasserfallsteig mit seinen 623 Metern Abstieg empfehlen sich zusätzlich Wanderstöcke; der Felsenweg verlangt Trittsicherheit.
Einkehren
Auf dem Feldberg gibt es mehrere bewirtschaftete Hütten und Gasthöfe:
- St. Wilhelmer Hütte, Zastler Hütte, Baldenweger Hütte, Naturfreundehaus — die Hütten am Feldbergsteig; Ruhetage unterschiedlich, vorher prüfen
- Raimartihof — Gasthaus am Feldsee, nur zu Fuß erreichbar
- Todtnauer Hütte — auf der Hüttenrunde ab dem Seebuck
- Hebelhof am Feldbergpass — gegenüber startet der Wasserfallsteig
Wanderurlaub am Feldberg planen
Der Feldberg ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Wanderurlaub im Schwarzwald — ob Tagesausflug oder eine ganze Woche voller Gipfel, Seen und Waldpfade.
Unsere Black Forest Dream Ferienwohnungen am Feldberg bieten den idealen Rückzugsort nach einem Tag in den Bergen: flexible Anreise dank Self Check-in, kostenlose Parkplätze direkt am Haus und alles, was man braucht, um die Wanderschuhe hochzulegen und den Abend zu genießen. Hunde sind bei uns übrigens herzlich willkommen — schließlich wandern die am liebsten mit.
Häufige Fragen zum Wandern am Feldberg
Welcher Wanderweg am Feldberg ist der leichteste?
Der barrierefreie Feldberg-Gipfelrundweg: 5,78 Kilometer, rund 2,5 Stunden, von hochschwarzwald.de als leicht eingestuft, mit nur 81 Höhenmetern Anstieg, weil die Feldbergbahn den ersten Aufstieg übernimmt. Der Weg ist für Kinderwagen geeignet und führt über den asphaltierten Franz-Klarmeyer-Weg zum Gipfel. Für Familien mit kleineren Kindern ist der Wichtelpfad mit 1,8 Kilometern die kürzere Alternative; er ist allerdings nicht kinderwagentauglich.
Wie viel Zeit sollte ich für den Feldbergsteig einplanen?
Je nach Quelle 4,5 bis 5 Stunden reine Gehzeit für die rund 12 Kilometer lange Runde mit 500 bis 570 Höhenmetern, plus Pausen an den Aussichtspunkten und Hütten. Hochschwarzwald Tourismus stuft den Steig als schwer ein, das Naturschutzzentrum Südschwarzwald als mittelschwer mit nötiger Grundkondition. Festes Schuhwerk ist Pflicht, Wanderstöcke sind sinnvoll, für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet, und Hunde gehören an die Leine.
Gibt es einen barrierefreien Wanderweg am Feldberg?
Ja, den Barrierefreien Feldberg-Gipfelrundweg: 5,78 Kilometer in rund 2,5 Stunden, etwa 23 Prozent Asphalt und 77 Prozent feiner Schotter, mit Fahrt in den barrierefreien Kabinen der Feldbergbahn bis zur Bergstation am Seebuck. Von dort führt der asphaltierte Franz-Klarmeyer-Weg zum Gipfel, zurück geht es über den Westweg am Feldbergturm vorbei, dessen Aussichtsplattform in 45 Metern Höhe per Aufzug erreichbar ist. WCs finden Sie am Parkhaus Feldberg, am Haus der Natur (barrierefrei) und an der Talstation der Feldbergbahn.
Wie komme ich vom Wasserfallsteig zurück zum Start?
Der Wasserfallsteig ist eine Streckenwanderung: 12,4 Kilometer vom Feldbergpass gegenüber dem Hebelhof nach Todtnauberg, mit 411 Höhenmetern bergauf und 623 bergab. Laut Hochschwarzwald Tourismus fahren Sie von Todtnauberg mit dem Bus nach Todtnau und von dort zurück zum Feldbergpass; die Linie 7300 verbindet Titisee, Feldberg und Todtnau ganzjährig. Den aktuellen Fahrplan prüfen Sie vor der Tour.
Welche Ausrüstung brauche ich zum Wandern am Feldberg?
Feste Wanderschuhe auf jedem Weg hier, auch auf den leichten, dazu Regenjacke und eine wärmere Schicht immer im Rucksack — das Wetter in dieser Höhe schlägt schneller um, als die Vorhersage im Tal vermuten lässt. Wanderstöcke lohnen sich auf dem Feldbergsteig und auf dem Wasserfallsteig mit seinen 623 Metern Abstieg; der Felsenweg verlangt laut Naturschutzzentrum feste Schuhe und Trittsicherheit. Im Hochsommer mehr Wasser mitnehmen als gedacht: Die Gipfelwege sind exponiert.
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